Insgesamt 5 Härtegrade von sehr weich bis sehr hart sollen dafür sorgen, dass jeder die für sich perfekte Matratze findet. Dabei wird die Empfehlung der Härtegrade meist vom Körpergewicht abhängig gemacht. Sehr weiche bis weiche Matratzen entsprechen den Härtegraden H1 bis H2 und können bis zu einem Körpergewicht von maximal 80 kg eingesetzt werden. Bei einem höheren Gewicht werden die Matratzen als zu weich empfunden.

Wann ist eine Matratze zu weich?

Im Grunde kann beinahe jede Matratze als zu weich bezeichnet werden, nämlich dann, wenn Gewicht, Empfinden und Schlafgewohnheiten nicht zum gewählten Härtegrad passen. Wiegen Sie mehr als 60 kg, ist eine H1 Matratze für Sie schnell zu weich und verursacht nach der Nacht unangenehme Beschwerden.

Bei mehr als 80 kg trifft dies auch auf eine H2 Matratze und bei mehr als 110 kg auf eine H3 Matratze zu. Wiegen Sie 130 kg oder mehr, sollten Sie auf eine H5 Matratze ausweichen. Alle anderen Modelle sind zu weich.

Grundsätzlich sollten Sie beim Matratzenkauf Ihr Gewicht kennen und dieses auch bei einer Fachberatung nicht verheimlichen. Passen Gewicht und Härtegrad nicht zusammen, bemerken Sie dies an unangenehmen Beschwerden am Morgen, die bei Nichtbeachtung chronische Formen annehmen können.

Wichtig: Bereits bei größeren Kindern und Jugendlichen spielt der Härtegrad eine Rolle beim Matratzenkauf. Auch hier muss das Gewicht kaufentscheidend sein.

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Weiche Matratze begünstigt Schlaflosigkeit

Etwa ein Drittel der Bundesbürger leidet an Schlafproblemen. Die Art der Schlafprobleme ist unterschiedlich und reicht von Einschlafproblemen über fehlenden Tiefschlaf bis hin zu anhaltender Schlaflosigkeit. Alle Formen sind für Körper und Geist bedenklich, denn langer erholsamer Schlaf ist für unseren Körper von essentieller Bedeutung. Die Folge sind

  • Stress,
  • Erschöpfung
  • und fehlende Energie.

Haben Sie die falsche Matratze, kann dies Schlaflosigkeit begünstigen, denn Ihr Körper kommt nicht zur Ruhe. Um in einen erholsamen Schlaf zu finden, braucht der Körper eine entspannte Liegeposition, in der er an den richtigen Stellen gestützt wird. Bereits eine falsche Druckverteilung oder unangenehme Druckpunkte sorgen dafür, dass die Belastung für den Körper ansteigt und Sie infolgedessen beispielsweise nicht in den Tiefschlaf finden.

Eine zu weiche Matratze ist mit einer Hängematte vergleichbar. Der Körper versinkt darin in einer Art Kuhle, das Umdrehen fällt ebenso schwer wie das ruhige Schlafen, denn die für die Wirbelsäule so wichtige Stütze fehlt. Bei einer zu weichen Matratze neigt der Rücken dazu, sich zu stark zu krümmen.

Beschwerden durch eine zu weiche Matratze

Ob Ihre Matratze zu weich ist, sollten Sie nicht unbedingt von einer Nacht abhängig machen. Treten gewisse Beschwerden aber häufiger oder im schlimmsten Fall jeden Morgen auf, sollten Sie reagieren:

  • Schmerzen: Zu weiche Matratzen erkennen Sie am einfachsten an Schmerzen. Sie können im Rücken, aber auch im Nacken auftreten und schließlich bis in den Kopf ausschwärmen. Die Schmerzen treten in unterschiedlicher Intensität auf und reichen von leicht bis stark, sodass ebenso Bewegungseinschränkungen die Folge sein können.
  • Müdigkeit und Erschöpfung: Fühlen Sie sich auch nach „eigentlich ausreichend“ Schlaf müde und erschöpft, sollten Sie Ihre Schlafumgebung genau unter die Lupe nehmen. Anhaltende Müdigkeit ist immer ein Anzeichen dafür, dass der so wichtige Tiefschlaf ausbleibt. Bei einer zu weichen Matratze findet der Körper nur schwer in den Tiefschlaf.
  • Verspannungen: Sicherlich haben Sie das schon das eine oder andere Mal erlebt: Sie stehen am Morgen auf und möchten sich strecken, doch Ihre Muskeln sind verspannt und machen Ihnen einen Strich durch die Rechnung. Das Heben des Arms fällt genauso schwer wie das Anheben des Beins. Verspannungen entstehen vor allem durch falsche oder ungesunde Körperhaltungen und diese werden durch zu weiche Matratzen begünstigt

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Die Dormiente Natural Matratze sorgt durch ihren Kern aus 100% Naturlatex für eine optimale Körperanpassung und gerade Lagerung der Wirbelsäule. Rosshaar im Polstermaterial ermöglicht zudem einer flächigeren Druckverteilung und verbessertem Liegegefühl.

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  • Unruhe: Auch wenn Sie jede Nacht eine gewisse Unruhe begleitet, kann eine zu weiche Matratze als mögliche Ursache in Frage kommen. Aufgrund der fehlenden Stütze wird der Körper dazu animiert sich umzudrehen. Jedes Umdrehen bedeutet jedoch ein kurzzeitiges aufwachen, an welches man sich morgens zwar nicht mehr erinnert, jedoch jedesmal neu aus der jeweiligen Schlafphase gerissen wird. Dies kann beispielsweise zu Einbußen der Dauer des Tiefschlafs führen.
  • Einschlafprobleme: Nehmen Sie Schlafprobleme aller Art ernst. Belastet Sie nichts und schlafen Sie trotzdem nur schwer ein und kaum durch, ist es immer ratsam, zu prüfen, ob Ihre Matratze noch zu Ihnen passt.
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Topper können Entlastung schaffen

Sind Sie sich sicher, dass Ihre Matratze zu weich ist, empfiehlt sich entweder der Neukauf mit angepasstem Härtegrad oder ein Ausgleich. Neue Matratzen sind sehr kostenintensiv und schlagen schnell mit mehreren hundert Euro zu Buche. Darüber hinaus kann sich der benötigte Härtegrad im Laufe der Zeit ändern, weil sich beispielsweise Ihr Empfinden anpasst oder Sie deutlich an Gewicht zugelegt haben.

Um nicht jedes Mal eine neue Matratze kaufen zu müssen, gibt es mit dem Topper eine gute Alternative. Topper sind spezielle Auflagen. Sie werden auf der Oberfläche der Matratze in Position gebracht und können den Härtegrad der gesamten Schlafunterlage anpassen.

Bei zu weichen Matratzen ist die Auswahl leider nicht so groß wie bei einem zu hohen Härtegrad. Um den Härtegrad mit einem Topper zu erhöhen, verwenden Sie eine Kaltschaumauflage. Die Kaltschaumauflagen haben eine offene Struktur, wodurch eine hohe Punktelastizität gegeben ist. Der Topper Härtegrad wird unter Berücksichtigung der Matratze ausgewählt. Ist Ihre H1 Matratze zu weich, weil Sie beispielsweise mehr Gewicht haben, können Sie durch einen H3 Topper bei der gesamten Schlafunterlage den Härtegrad 2 erreichen.

Fazit: Nehmen Sie sich Zeit bei der Auswahl

Eine zu weiche Matratze ist genauso wenig vorteilhaft wie eine zu harte. Deswegen sollten Sie sich für die Auswahl Zeit nehmen. Ändern sich Ihre Anforderungen an die richtige Matratze, können Sie durch einen Topper den Härtegrad ausgleichen, müssen dann aber ebenso auf die optimale Härte des Toppers achten.

Möchten Sie beim Matratzenkauf von Anfang an auf der sicheren Seite sein? So empfehlen wir Ihnen eine Vermessung mit dem Vitario-Liege-Simulator des Instituts Proschlaf. Die gewonnen Messdaten ermöglichen die Fertigung einer Matratze nach Ihrem individuellen Körpermaß. Wir bei Wohnbedarf Pies sind dabei zertifizierter Partnerbetrieb des Instituts Proschlaf und beraten Sie diesbezüglich mit unsere diplomierten Schlafberatern  gerne.

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